LAG Kronach

Jüdischer Friedhof in Küps

Projektbearbeiter:
Dieter Lau, Christian Ebertsch, Andrea Hänel (externe Mitarbeiterin)

 

Im ehemals ritterschaftlichen Küps bestand vom 16. bis zum Ende des 19. Jahrhunderts eine jüdische Gemeinde, die neben einer Synagoge auch einen eigenen, mit einer massiven Sandsteinmauer eingefriedeten Begräbnisplatz am Rande des alten Siedlungskerns besaß. Ein Kernpunkt jüdischer Tradition ist der Glaube an die leibliche Auferstehung am Tag des „Jüngsten Gerichts“. Daher gibt es keinerlei Ruhefristen für Gräber und keine Auflösung von jüdischen Friedhöfen. Die Erinnerung an die ehemaligen jüdischen Bewohner in Küps ist jedoch weitgehend verblasst, der Friedhof ist nur mehr in Ansätzen erkennbar. Ein Grabstein von 1611 gilt als der älteste Nachweis der Begräbnisstätte.
Ziel der neu ins Leben gerufenen Aktionsgruppe – bestehend aus den beiden Kulturlandschaftsbeauftragten Dieter Lau und Christian Ebertsch sowie Andrea Hänel – war die Datenerhebung und Information der Bevölkerung über jüdische Kultur in einer fränkischen Landgemeinde. Eine der ersten Maßnahmen richtete sich darauf, historische Quellen auszuwerten und Kooperationspartner zu finden, die das Projekt in ideeller und finanzieller Hinsicht mittrugen. Neben der Marktgemeinde Küps, die beschlossen hatte, den jüdischen Friedhof in einen angemessenen Zustand zu versetzen und dauerhaft zu erhalten, sicherte auch der Landesverband der Israelitischen Gemeinden seine Unterstützung zu. Bei einem ersten Ortstermin im Dezember 2014 mit David Kurz vom Israelitischen Landesverband, Bürgermeister Herbert Schneider und der Gemeindeverwaltung wurde vereinbart, dass das ehemalige Friedhofsgelände an der südwestlichen Seite zur Judengasse eine Einfriedung erhält, die Asphaltflächen zurückgebaut und die entsiegelten Flächen wieder begrünt werden sollen. Die Finanzierung der Bau- und Pflegemaßnahmen wurde durch den Landesverband und den Markt Küps gesichert. Zusätzliche Fördermittel wurden über das Projekt „KulturlandschaftsKompetenz!“ durch die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf bereitgestellt.en Flyer/Broschüre/Tafel.


 

Ein Projekt der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf

Aktuelle Termine

23. September 2015, 18 Uhr: Eröffnung der Ausstellung "Zwischenlichten" im Oberfränkischen Textilmuseum Helmbrechts

25. September 2015:

Projekt-Abschlussveranstaltung, St. Gereon Forchheim

4. Oktober 2015, 12.00-18.00 Uhr: Kerwa-Ausstellung Pretzfelder Wässerwiesen in der Schulaula.

16. Oktober 2015, 15.00 Uhr: Projektpräsentation und Einweihung von Wegestein und Infotafel in Gefrees.

31. Oktober 2015, Tagesfahrt nach Freiberg /Sachsen. Besucherbergwerk und Terra Mineralia, veranstaltet vom AK Archäologie des Nordoberfränkischen Vereins für Natur-, Geschichts- und Landeskunde (Ansprechpartner: Peter Braun, Oberkotzau)

17. November 2015, ab 18.30 Uhr, Rathaus Küps: Abschlussveranstaltung zum Projekt "Jüdischer Friedhof in Küps"

Ausbildung zum Ehrenamtlichen Kulturlandschaftsbeauftragten
Flyer Ausbildung Kulturlandschaftsbeauft
Adobe Acrobat Dokument 1.7 MB

Projektförderer

Gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER)

 

Bereich forstliche Forschung des BayStMELF

 

Oberfrankenstiftung